Ehringsdorf von Osten, Christian Rohlfs 1870 Historische Straßenansicht Kaffeegarten ca. 1900 Kaffeegarten 2004 Umbau 2006

Geschichte des Hauses

Das Haus an der Kipperquelle wurde zunächst als landwirtschaftliche Hofstelle Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem Landgasthof mit diversen Stallungen, Eisschuppen und Lagergebäuden und ab 1870 mit einer großen Gartenwirtschaft weiter ausgebaut.
Von Christian Rohlfs, dem Direktor der Weimarer Mal- und Zeichenschule stammt das Gemälde „Ehringsdorf von Osten“ aus dem Jahr 1887 mit dem Gasthof „Kipperquelle“ im Vordergrund.

Anfang der 20er-Jahre entstand schließlich die großzügige Tanzgaststätte. Ehringsdorfer und Weimarer erinnern sich mit Freude an die Tanzabende im großen und kleinen Tanzsaal im Obergeschoss.

In der Nachkriegszeit wurden die Tanzveranstaltungen schließlich so lebhaft, dass sich die Deckenbalken über der Gaststätte gefährlich bogen. Trotz Mangelwirtschaft wurden daher unverzüglich zusätzliche Stützen in der Gaststätte aufgestellt.
Die Tanzsäle wurden zu DDR-Zeit zuletzt als Tischtennisräume der BSG-Aufbau genutzt.

Nach der politischen Wende standen sie leer, die einstige HO-Gaststätte wurde 1996 geschlossen. Es regnete durch das Dach, das Gebäude verfiel zusehends, die alte Kegelbahn wurde abgerissen und der große Garten verwilderte.

Im Jahr 2005 wurde die „Kipperquelle“ von Konstanze Arndt und Philipp Heinrichs erworben und in den Folgejahren liebevoll nach ökologischen Grundsätzen saniert. Das 2007 eröffnete Hotel ist das erste Radfahrerhotel Thüringens mit besonderen Serviceangeboten rund ums Rad und wurde im Frühjahr 2012 biozertifiziert.

Fertigstellung 2006